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Publikation: Kulturelles Gedächtnis - Ästhetisches Erinnern. Literatur, Film und Kunst in Rumänien.

Michèle Mattusch (2018)

(Hg.): Michèle Mattusch

Frank & Timme Verlag

Das Problem des Gedächtnisses in den ehemaligen Ländern des sozialistischen Blocks stellt sich im Unterschied zu den westlichen Ländern entschieden anders dar. Hier vollziehen sich nach 1989 regelrechte Gedächtnisschübe, die die nationalen Selbstbilder in einer Zeit des wirtschaftlichen, politischen und medialen Umbruchs verunsichern. Entscheidend ist wohl die Tatsache, dass Rumänien nach der Ceaușescu-Ära in den 1990er Jahren ein staatlich verordnetes Vergessen auferlegt bekommt. Damit beginnt die Dekonstruktion der verordneten nationalen Gründungs- und Heldenmythen und es enstehen – wie in anderen osteuropäischen Ländern – neue Formen des Erinnerns und Gedenkens.
Wissenschaftler aus Rumänien, aus der Moldau und aus Deutschland befassen sich mit dem kulturellen Gedächtnis in Literatur, Kunst und Film in der rumänischen posttotalitären Gesellschaft.